Strafanzeige gegen Gott
18. September 2007 von kp
Der US-Abgeordnete Ernie Chambers im Bundesstaat Nebraska hat Strafanzeige gegen Gott gestellt und will nun eine einstweilige Verfügung erreichen.
Gott habe in der Bibel bereits zugegeben, dass er schuld an vorangegangenen und andauernden Terrordrohungen gegen die Menschheit habe. Dies müsse nun dringend durch eine einstweilige Verfügung gestoppt werden.
Unter anderem verweist der Kläger auf fürchterliche Fluten, Erdbeben, schreckliche Stürme, Pest, Hunger und Dürre. Und: Gegenwärtige Boten des Herrn, das heißt, Geistliche aller Art, verbreiteten die Kunde, dass Gott – der laut Kläger dazu auch noch über verschiedene Namen verfügt – auch künftig der Menschheit derartige Übel zufügen werde.
schreibt der focus.
Eingereicht wurde die Klage am Bezirksgericht in Omaha. Chambers sieht dieses Gericht für zuständig, da Gott überall sei - also auch dort. Eine Informationspflicht gegenüber Gott sieht der Abgeordnete nicht, da Gott ja allwissend sei.
Hintergrund der Klage ist übrigens kein Verwirrtheitszustand. Chambers möchte mit diesem ungewöhnlichen Schritt dagegen protestieren, dass es in den USA möglich sei gegen jeden und aus den abstrusesten Gründen heraus Klage zu erheben und damit die Gerichte zu belasten.
Die Beweislage, so schreibt der focus, wird jedoch schwierig sein:
Da er sich erklärtermaßen ganz auf die Bibel stützt, also auf Aussagen aus zweiter Hand, falle das in die Kategorie „Hörensagen“ und könne vom Richter für unzulässig erklärt werden. Allerdings, so wiederum Chambers, nur dann, wenn der Beklagte – Gott – oder dessen rechtlicher Vertreter vor Gericht Einspruch gegen die Beweisgrundlage einlegten, und damit sei wohl nicht zu rechnen.
weiter lesen im focus. Zum gleichen Thema ein Kommentar auf rp-online.