Schöpfungslehre im Biologieunterricht - bald an Schweizer Schulen?
22. September 2007 von kp
Das ist zumindest der Wille von Pro Genesis Schweiz.
In der Schweiz hat es die Kreationismus-Debatte sogar in das Boulevardblatt Blick geschafft. Dort heißt es unter dem Titel “Bibel-Fundis wollen unsere Schulbücher umschreiben“:
Die biblische Schöpfungslehre soll in den Schulzimmern die Evolutionstheorie ablösen. Als wissenschaftlicher Fakt in den Biologiebüchern. (…) die Erde wurde von Gott erschaffen. Die Kreationisten kennen sogar ihr exaktes Geburtsdatum: der 23. Oktober 4004 vor Christus. Diesen Tag haben sie aus Angaben in der Bibel errechnet. Dinosaurier und Neandertaler sind für sie reine Erfindung. Die Knochenfunde – erlogen. (…)
Scheidegger glaubt: «Das Ansinnen, die biblische Schöpfungslehre auf den Stundenplan zu setzen, hat in der Schweiz keine Chance.» Hier herrsche ein anderes Verständnis von Religion und Staat. An Schulen ein religiöses Modell zu lehren sei undenkbar.
Wirklich? Wird in Klick gefragt. Immerhin wurde in der Zeitschrift “Science” eine Studie veröffentlicht, in der in 34 Ländern Menschen zur Evolutionstheorie befragt wurden. Laut dieser Studie glauben vier von zehn Schweizern nicht an die Evolutionstheorie.
Damit stehen die Schweizer allerdings nicht allein da. Die Befürworter von Schöpfungslehre und Intelligent Design werden - das zeigen laufende Umfragen - anscheinend immer mehr und haben es in vielen Ländern auf den Biologie-Unterricht abgesehen.
Einstweilen kann ProGenesis mit einer weiteren Umfrage aufwarten und lässt in einer Pressemitteilung verkünden:
Eine repräsentative Umfrage zeigt: Vier von fünf Schweizern wollen, dass in der Schule Evolution und Schöpfung gleich berechtigt gelehrt werden. Zwischen dem 9. und 12. Juli 2007 wurde an 1100 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 15 bis 74 Jahren folgende Frage gestellt: Was soll Ihrer Meinung nach im Biologie-Unterricht betreffend Herkunft des Lebens in den Schulen gelehrt werden?
Das Ergebnis:
- a) Nur Evolution 215 (19,6%)
- b) Nur Schöpfung 53 (4,8%)
- c) Beides gleichberechtigt 831 (75,6%)