Organisierter Buddhismus und Christen und Muslime in Burma
6. Oktober 2007 von kp
via Telepolis
Peter Mühlbauer nimmt auf Telepolis das “symbiotische” und durchaus “entspannte” Verhältnis zwischen organisiertem Buddhismus und burmesischer Militärregierung kritisch unter die Lupe. Dabei geht er nicht nur auf aktuelle Ereignisse ein, sondern schlägt einen historischen Bogen vom 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung bis hin zu aktuellen Ereignissen.
Er berichtet
- von geplanten Gesetzesvorhaben zum Schutz von Minderheitenreligionen und dem Widerstand des organisierten Buddhismus dagegen
- von der Einführung eines Ketzereiparagraphen
- von einem Abt als Anführer der Anti-Muslim-Bewegung
- von 300 Mönchen, die wahrscheinlich im Auftrag der Regierung ausgesandt wurden, um Christen zwangszubekehren
Im Kommentarbereich wird dem Autor bereits muslimische Propaganda vorgeworfen. Sicher ist es zur Zeit aufgrund der aktuellen Ereignisse und dem unterstützenswerten Protest der Mönche problematisch auf Misstände des organisierten Buddhismus in Burma hinzuweisen, dennoch:
Gesetzt dem Fall es kommt zu einer Absetzung der Militärregierung sollte man sich genau anschauen, was danach dort in Sachen Menschenrechten und Religionsfreiheit für ethnische und religiöse Minderheiten passiert.
Den Artikel “Mönche und brennende Moscheen” auf Telepolis sollte man gelesen haben! Das Asylgutachten von Amnesty International ebenfalls, in welchem deutlich auch auf die Situation ethnischer Minderheiten im heutigen Myanmar eingegangen wird.