Interreligiöser Dialog der anderen Art
20. November 2007 von kp
Wenn sich hochrangige und auch weniger hochrangige Religionsvertreter zu einem interreligiösen Dialog oder Trialog treffen, so geht es häufig darum das Gemeinsame zu finden und zu betonen. Problematische Textpassagen der eigenen heiligen Bücher werden dann gerne mal ausgespart. Gerade aber um die problematischen Textpassagen - der “dunklen Seite der Religion(en)” - so formulierten es die Teilnehmer, ging es bei einem Treffen hochrangiger Religionsvertreter von Judentum, Christentum und Islam im Oktober in den USA.
Die Teilnehmer verlasen jeweils aus ihren eigenen Schriften Textpassagen, in denen der jeweils eigene Absolutheitsanspruch oder Allgemeingültigkeitsanspruch formuliert wird oder die sich gegen eine andere Religion richten und setzten sich historisch-kritisch mit deren Herkunft auseinander.
Ähnliche Treffen sollen im kommenden Jahr in anderen Ländern, u.a. auch in Deutschland, folgen.
Den ganzen Artikel in der L.A. Times lesen: Scholars try to reconcile ‘problematic’ religious texts.