Studie zur religiösen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen erschienen
21. November 2007 von kp
via Informationsdienst Wissenschaft
In Nordrhein-Westfalen, dem größten Bundesland, gibt es 8000 lokale Gemeinschaften und Organisationen aus 228 unterschiedlichen religiösen Strömungen. Das ist das Ergebnis der frisch erschienen Studie “Religiöse Vielfalt in Nordrhein-Westfalen”, gefördert vom Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen.
Informationsdienst Wissenschaft schreibt:
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es im Land weit mehr religiöse Gruppen gibt, als die breite Öffentlichkeit wahrnimmt. Dies gilt nicht nur für den Islam oder andere, “eingewanderte” Religionen, auch innerhalb der christlichen Kirchen herrscht eine große Vielfalt. Bei der Datenerhebung haben die Bochumer Wissenschaftler erstmals auch die “neue” oder “alternative” Religiosität erfasst - dazu gehören zum Beispiel die seit den späten 1960er-Jahren auftretenden “Jugendreligionen”, aber auch die sich gegenwärtig formierende “Esoterik-Szene”. Das Buch enthält ein Lexikon, das über die Glaubensvorstellungen, die Organisationsstrukturen und die regionale Verbreitung aller in Land ansässigen Strömungen informiert. Gleichzeitig kann sich der Leser die geographische Verteilung der Religionsgemeinschaften auf verschiedenen Landkarten anschauen. Die so dokumentierten Ergebnisse können in ihren Tendenzen stellvertretend für ganz Deutschland stehen.
Bibliographische Angaben zur Studie:
Markus Hero, Volkhard Krech, Helmut Zander (Hg.): Religiöse Vielfalt in Nordrhein-Westfalen. Empirische Befunde und Perspektiven der Globalisierung vor Ort. Verlag Ferdinand Schöningh, 2007, ca. 400 Seiten, 19,90 Euro, ISBN: 978-3-506-76456-0