Auslandsnachrichten - verzerrtes Bild der Welt
12. Januar 2008 von kp
Unsere Wahrnehmung von der Welt und natürlich auch von Religionen wird von den Medien mitbestimmt. Nicht unwesentlich - weil meinungsbildend - sind sowohl die Bilder als auch die Sprache, die bei der journalistischen Berichterstattung verwendet werden.
Die taz von heute hat ein lesenswertes Interview mit Joris Luyendijk, holländischer Reporter und Korrespondent für die arabische Welt, über die verzerrte Darstellung der Welt durch Auslandsnachrichten:
“Schon unser Vokabular ist parteiisch” (taz online)
Im letzten Jahr veröffentlichte Luyendijk das Buch “Wie im echten Leben. Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges”:
“Mit seinen provokanten Thesen über die internationale Berichterstattung aus den Konfliktgebieten der arabischen Welt hat Joris Luyendijk eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Anhand verblüffender Beispiele und mit viel Selbstironie beschreibt er präzise die Manipulations- und Verfälschungsstrategien der Medien”
heißt es im Klappentext des Buches, ausführlich rezensiert in der taz-Kolumne von Renée Zucker: “Das Schlagloch: There’s a war“. Weitere Informationen außerdem bei 3Sat (2007): “Halbwahrheiten. Vom Lügen und Inszenieren von Fakten in den Medien“.
