Religionskritik oder jugendgefährdende Schrift?
2. Februar 2008 von kp
Im Oktober kam es auf den Markt, das Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel. Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen” von Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung) und dem Illustrator Helge Nyncke.
Religionskritik für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre oder jugendgefährdende Schrift, wie das Bundesfamilienministerium in seinem ministerialen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften behauptet? Verächtlichmachung von Religionen und antisemitisch oder Ausdruck von Meinungsfreiheit?
“Der Verlag und die Autoren wehren sich entschieden gegen die Vorwürfe des Ministeriums und sprechen von politischer Zensur: Der Indizierungsantrag sei ein durchsichtiger Versuch, Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen. Man werde diesen „Anschlag auf die Meinungsfreiheit” nicht hinnehmen, heißt es.”
schreibt der Humanistische Pressedienst.
Das Buch sei
“geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden. (…) Die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum (würden) verächtlich gemacht (…) die Besonderheiten jeder Religion (…) der Lächerlichkeit preisgegeben.”
meint das Bundesfamilienministerium.
Die mündliche Verhandlung zum “Ferkelbuch” wird nach Angaben der Bundesprüfstelle Anfang März stattfinden.
Weitere Informationen zum Hintergrund, zum Buch und Pressestimmen auf der Kampagnenseite zur “Rettung des Ferkels”.