Berlinale präsentiert “A Jihad for Love” von Parvez Sharma
10. Februar 2008 von kp
Einer der interessantesten Filme, die in diesem Jahr auf der Berlinale vorgestellt werden, ist sicher “A Jihad for Love” von Parvez Sharma. Der Regisseur Parvez Sharma stellt in seinem Dokumentarfilm Menschen aus islamisch-geprägten Gesellschaften vor, die homosexuell sind und damit zu einer diskriminierten, oft genug verfolgten Minderheit gehören aber zugleich gläubige Muslime sind.
“Parvez Sharma drehte A JIHAD FOR LOVE aus einem Selbstverständnis, das allein vielen verwunderlich vorkommen mag. Als ´muslim gay filmmaker“, bereiste er (…) zwölf Länder (zwischen Iran und Ägypten, zwischen Indien und Südafrika), in denen er teilweise nur unter großem Risiko filmen konnte und sprach mit Menschen, die sich auf unterschiedlichste Weise ihrem Glauben verbunden fühlen, die Lebensfreude, Lebensmut und Kraft ausstrahlen und – unter oft widrigen Umständen - weder bereit sind ihren Glauben noch ihren Anspruch auf persönliches Glück aufzugeben.” (Quelle)
Die Realisierung des Dokumentarfilms - koproduziert von Channel 4, ARTE, ZDF, SBS, and U.S. LOGO Sundance Documentary Fund, The Katahdin Foundation und mitfinanziert von 22 Stiftungen - dauerte 5 ½ Jahre. Auf der Berlinale wurde er gestern und vorgestern gezeigt und auch heute haben noch diejenigen, die bereits Karten haben die Möglichkeit den Film in einer weiteren Vorstellung zu sehen.
Einen ersten Medienbericht über “A Jihad for Love” gibt es beim Stern und beim Tagesspiegel.
Ein Interview mit Parvez Sharma hat die Zeit. (Hinweis zum Zeit-Interview: Die Zeit verlinkt auf den Blog des Regisseurs, auf dem Sharma seinen Film und Reaktionen auf diesen vorstellt. Der Zeit-Link ist leider kaputt; zum “A Jihad for Love-Blog” von Parvez Sharma geht’s hier entlang.)
Szenenbilder und weitere Informationen bei Arne Höhne Presse.
