Veranstaltung: Die Wiederentdeckung der Religionskritik (Berlin)
26. März 2008 von kp
Unter dem Titel “Die Wiederentdeckung der Religionskritik - Alte Argumente oder neue Ansätze?” diskutieren am Donnerstag, den 3. April 2008 (19.30 bis 21.30 Uhr) in Berlin
- Hubert Cancik, Prof. em. für Religionsgeschichte
- Christina von Braun, Prof. für Kulturwissenschaft, HU Berlin
- Robert Misik, Journalist (taz) und Publizist
- Moderation: Susanne Lanwerd, z.Zt. Prof. für Religionswissenschaft, Universität Bern
Beschreibung der Veranstaltung
Als Reaktion auf die Wiederentdeckung des Religiösen im öffentlichen Diskurs sind in jüngster Zeit vermehrt religionskritische Stimmen zu hören. Befeuert werden diese Positionen nicht zuletzt durch die Übersetzung zweier englischsprachiger Autoren, die mit ihren bissigen religionskritischen Schriften schon die amerikanischen Bestsellerlisten eroberten: So sieht der in Oxford lehrende Biologe Richard Dawkins Religion als eine evolutionäre Fehlentwicklung und wirbt für ein naturalistisches Weltbild, während die scharfe Polemik des britischen Journalisten Christopher Hitchens die Befreiung von der “geistigen Sklaverei der Religion” fordert.Doch sind ihre religionskritischen Thesen wirklich so zeitgenössisch wie sie präsentiert werden oder nur alter Wein in neuen Schläuchen? Weshalb finden Religionskritiker gerade jetzt so starkes Gehör? Und wie werden solche Generalangriffe auf die Religion in Deutschland aufgenommen, zumal die Religionskritik in Ostdeutschland als Ressource und Legitimation für die Etablierung eines hoch ideologisierten wissenschaftlichen Atheismus diente? Wir beleuchten die Wechselwirkungen zwischen religiösen Haltungen, politischem Handeln und kritischem Diskurs.
Termin und Veranstaltungsort
Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung,
Rosenthaler Str. 40/41,
Berlin-Mitte
Weitere Informationen:
Marianne Zepp, Tel. 030 - 285 34 234, E-Mail: zeitgeschichte (at) boell (punkt) de