Journal Ethnologie - Vier ethnologische Theorien
31. März 2008 von kp
Das neu erschienene und wie immer lesenswerte Journal Ethnologie behandelt in Ausgabe 2/2008 vier ethnologische Theorien. Im Editorial heißt es:
“Dabei wird deutlich, dass auch Theorieansätze, die schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden, heute noch Relevanz besitzen, wie zum Beispiel die Ritualtheorien von Arnold van Gennep und Victor Turner, David Schneiders radikaler Ansatz zum Kulturrelativismus oder die Ansätze zur Geschlechterforschung von Margaret Mead. Wobei letztere in der Folge nicht nur innerhalb der Ethnologie zu einer ganz neuen Sicht auf eigene und fremde Lebenszusammenhänge führten. Denn die Einsicht, dass in der Ethnologie und den Gesellschaftswissenschaften, ja in der westlichen Wissenschaft allgemein, bis in die 1960-Jahre hinein ausschließlich unter einem “male bias” (aus männlicher Perspektive) gearbeitet wurde, hat letztendlich zur Frauenforschung, zur Geschlechterforschung bis hin zur heutigen Etablierung des “gender mainstreams” geführt. Dies mag als ein Beispiel dafür gesehen werden, dass Erkenntnisse in der Ethnologie auch wesentliche Impulse in die westliche Lebenswelt geben können.”
Weiter lesen im Journal Ethnologie 2/2008.
