China: Religiöse Vielfalt, Menschenrechte und die Staatsmacht (Podiumsdiskussion, Heinrich-Böll-Stiftung)
22. Mai 2008 von kp
via Heinrich-Böll-Stiftung
Im Rahmen der Reihe “Religion und Politik” lädt die Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) am Montag, den 9. Juni 2008 von 19:30 bis 21:30 Uhr zu der Podiumsdiskussion “China: Religiöse Vielfalt, Menschenrechte und die Staatsmacht” ein:
Bisher wurde Religion in der Menschenrechtsdebatte um China meist nur im Zusammenhang mit Tibet thematisiert. Sie spielt jedoch für die Gesamtverfassung demokratischer Rechte in ganz China eine Rolle und hängt mit den politischen Rahmenbedingungen zusammen. Während in der Kulturrevolution Tempel zerstört und Gläubige verfolgt wurden, sind seit den späten 1970ern Buddhismus, Taoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus als Religionen offiziell anerkannt und die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben.
Im Herbst 2007 wurde die aktive Rolle religiöser Persönlichkeiten und der Gläubigen bei der Förderung der gesellschaftlichen Entwicklung erstmals in einem Statut der KP China erwähnt.
Doch was heißt diese Anerkennung für die Praxis, zumal sich religiöse Gruppen weiterhin nur offiziell unter der Kontrolle der Partei organisieren dürfen?
Können unter den gegebenen Rahmenbedingungen religiöse Gruppen Impulse für die Entstehung zivilgesellschaftlicher Strukturen geben?
Es diskutieren unter anderem:
- Shi Ming - freier Journalist, Deutsche Welle, Bonn
- Xiaobing Wang-Riese - Kulturanthropologin, Pädagogische Universität, Ürümqi (Xinjiang, China)
- Thomas Heberer – Prof. für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Ostasien, Universität Duisburg-Essen
Veranstaltungsort
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Raum: Galerie
10178 Berlin, Rosenthaler Str. 40/41, Hackesche Höfe
Anreise
Mit der S-Bahn bis Hackescher Markt oder mit der U-Bahn-Linie 8 bis Weinmeisterstraße.
Weitere Informationen
Dr. Marianne Zepp
Tel.: 030.285 34-234,
E-Mail: zeitgeschichte [at] boell [punkt] de
Der Eintritt ist frei.