Vorgestellt: DFG Projekt “Der „Neue Atheismus“ in der deutschen und US-amerikanischen Gegenwartskultur”
30. April 2009 von kp
Zu den Forschungsgegenständen der Religionswissenschaft gehört auch die Einordnung von aktuellen religiösen Phänomenen. So untersuchen die beiden Religionswissenschaftler Thomas Zenk und Ulf Plessentin in einem DFG-Projekt die gegenwärtigen Tendenzen atheistischer Religionskritik. Das Projekt ist am Lehrstuhl von Prof. Hartmut Zinser am Institut für Religionswissenschaft der FU Berlin angesiedelt.
In ihrem Projekt richten die beiden Religionswissenschaftler ihren Blick vor allem auf die prominentesten Vertreter des sog. „Neuen Atheismus“ – Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens und Daniel Dennett. Die „Neuen Atheisten“ berufen sich in ihren religionskritischen Bestsellern auf ein naturalistisches und wissenschaftliches Weltbild, lehnen Religionen weitgehend ab und betreiben eine aktive politische Umsetzung ihrer Ideen.
Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung werden die theoretischen sowie politischen Grundlagen, Ursachen und Ziele der „Neuen Atheisten“ ebenso untersucht wie die Reaktionen seitens ihrer Kritiker und die Berichterstattung über die Kontroverse in den Medien. Gerade der Blick auf die Medien und der Vergleich zwischen der Rezeption der „Neuen Atheisten“ in Deutschland und den USA versprechen, einen interessanten Beitrag für die gegenwartsbezogene Analyse des Stellenwerts religiöser Überzeugungen zu liefern.
Weitere Informationen
Zum DFG-Projekt: Der “Neue Atheismus” in der deutschen und US-amerikanischen Gegenwartskultur
Kontakt
- Thomas Zenk (E-Mail: thomas.zenk[at]fu-berlin.de)
- Ulf Plessentin (E-Mail: ulf.plessentin[at]fu-berlin.de)
