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Ankündigung der Abteilung Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover

“Prof. Dr. Russell T. McCutcheon, Religionswissenschaftler von der Universität Alabama (USA), wird vom 15. bis 22. Januar 2011 zu Gast an der Abteilung Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover sein.

Russell McCutcheon ist Professor für Religionswissenschaft an der Universität von Alabama in Toscaloosa (USA). Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der religionswissenschaftlichen Theoriebildung. Hier gehört McCutcheon mit seinen Arbeiten zur Geschichte der Religionswissenschaft als akademischer und zur Kategorie „Religion“ zu einem der wichtigsten Vertreter im aktuellen religionswissenschaftlichen Diskurs.

Am 18.01. wird er um 18.15h einen öffentlichen Vortrag zum Thema Religion Before ‘Religion’, or the Persistence of Imagining Religion halten. Der Vortrag findet in Raum 105, Schlosswender Str. 1 statt. Außerdem bietet er für die Studierende des Faches Religionswissenschaft / Werte und Normen vom 17. bis 22. Januar ein Blockseminar zum Thema Categories at Work: Rethinking ‘Religious Experience an.”

Weitere Informationen bei der Abteilung Religionswissenschaft der Leibniz Uni Hanover

In regelmäßigen Abständen schaue ich, ob und welche religionswissenschaftlichen Aktivitäten es im Web 2.0 und deutschsprachigen Raum so gibt und möchte einige in diesem Artikel vorstellen. Die Links befinden sich am Ende des Artikels.
weiter lesen: Religionswissenschaftler im Web 2.0

Gegen die Einrichtung des Faches “Islamische Studien” an deutschen Universitäten regt sich Widerstand, dem sich auch deutsche Religionswissenschaftler persönlich sowie die Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) als Institution angeschlossen haben.

Dabei richtet sich die Kritik der derzeit 160 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Islamwissenschaft und benachbarter akademischer Disziplinen nicht gegen eine grundsätzliche Einführung von “Islamischer Theologie”, wohl aber gegen die Bezeichnung des Faches als “Islamische Studien” und die daraus resultierende mangelnde Trennschärfe gegenüber den bekenntnisneutralen akademischen Disziplinen. Zu Recht von den Unterzeichnern kritisiert wird zudem die Ansiedlung des Faches “Islamische Studien”, da bekenntnisgebunden, an Philosophische und Kulturwissenschaftliche Fakultäten.

Hier die Stellungnahme im Wortlaut:
weiter lesen: Religionswissenschaftler schließen sich kritischer Stellungnahme zur Einrichtung des Faches “Islamische Studien” an

Heute versammeln sich in Berlin sozialdemokratisch gesinnte Laizistinnen und Laizisten zur Gründungsversammlung der “Laizisten in der SPD”. Die „Laizisten in der SPD“ wollen

„Vertretung und Sprachrohr der konfessionsfreien, atheistischen, agnostischen und humanistischen Mitglieder der SPD“

sein. Ziele, Grundsätze und Positionen im Rahmen der geforderten Trennung von Staat und ‘Religion’ sind:

  1. Gesetze und öffentlicher Raum müssen neutral bleiben
  2. Neutrales öffentliches Bildungswesen
  3. Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen
  4. Abschaffung von Rechtsprivilegien
  5. Abschaffung von Steuerprivilegien
  6. Abschaffung von Finanzprivilegien
  7. Beendigung der Priesterausbildung durch den Staat
  8. Gleiche Mitarbeiterrechte
  9. Keine öffentliche Militärseelsorge
  10. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist kein Kirchenfunk

Laut Nils Opitz-Leifheit, einem der Initiatoren der Laizisten in der SPD, interessieren sich ca. 400 SPD-Mitglieder für die Laizisten. Nun kann man in politischen Parteien nicht “einfach so” Arbeitskreise gründen, sie müssen vom Parteivorstand genehmigt werden. Ob diese Genehmigung erfolgen wird oder nicht scheint noch nicht festzustehen. Man darf also gespannt sein.

Mehr zu den Laizisten in der SPD.

Wieviel wissen Gläubige, Atheisten und Agnostiker über Religionen? Das Pew Research Center wollte es wissen. Im Durchschnitt konnten die befagten US-Amerikaner 16 von 32 Fragen richtig beantworten. Die besten Ergebnisse erzielten jedoch Atheisten und Agnostiker, die im Schnitt 20,9 Fragen richtig beantworteten.

Alle Ergebnisse des U.S. Religious Knowledge Survey.

von Ulf Plessentin (Freie Universität Berlin, Institut für Religionswissenschaft)

Das Institut für Religionswissenschaft und das Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin freuen sich, den bekannten US-amerikanischen Philosophen und Kognitionsforscher Daniel C. Dennett am Mittwoch, den 23. Juni 2010, zu einem öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion begrüßen zu können.

In seinem Vortrag “The Evolution and Domestication of Religions” setzt sich Dennett mit den Ursprüngen, den Funktionsweisen und Gefahren von Religionen auseinander und erklärt, wie sie sich zu robusten sozialen Institutionen entwickeln konnten. Dabei knüpft er an die Thesen seines Bestsellers Den Bann brechen. Religion als natürliches Phänomen an, in dem er für die uneingeschränkte wissenschaftliche Erforschung von Religionen plädiert.

Gemeinsam mit den Religionskritikern Richard Dawkins, Sam Harris und Christopher Hitchens wird Dennett als Hauptvertreter des sog. “Neuen Atheismus“ angesehen, der in dem DFG-Forschungsprojekt “Die ‘Rückkehr der Religionen’ und die Rückkehr der Religionskritik” am Institut für Religionswissenschaft erforscht wird. Die sog. “Neuen Atheisten” äußern sich in der öffentlichen Debatte über die Stellung von Religionen in der Gesellschaft immer wieder sehr kritisch.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt, der Eintritt ist frei.

Datum und Ort:

Mittwoch, 23. Juni 2010, 18.15 Uhr - Gebäudekomplex der Geisteswissenschaften der FU, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin - (U-Bhf. Dahlem Dorf, Linie U3), Raum KL 32/123

Um Anmeldung bis zum 16. Juni 2010 unter admin [at] dhc.fu-berlin.de wird gebeten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung “The Evolution and Domestication of Religions”

Informationen über neue Websites zur Religionswissenschaft veröffentliche ich immer gerne. So auch für dieses gelungene Projekt der Uni Hannover:
weiter lesen: Religionswissenschaft studieren

Ist das Studium der Religionswissenschaft für einen geeignet oder besser nicht? Mit dem Online-Selbsttest der Religionswissenschaft Hannover kann man’s rausfinden:
weiter lesen: Ein Studium der Religionswissenschaft beginnen? Der Online-Selbsttest

Anscheinend können kurz Entschlossene noch an der Tagung “Wozu braucht es Rituale? Kulturwissenschaftliche und neurobiologische Perspektiven” teilnehmen. Die Tagung wird von der Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung und der Leitung von Prof. Dr. Axel Michaels (Südasien-Institut der Universität, Heidelberg) und findet am 20. Mai in Berlin statt:

Programm

9:30-9:40: Eröffnung
Prof. Dr. Rainer Dietrich, Vorstand der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung und Inhaber des Lehrstuhls für Psycholinguistik an der Humboldt-Universität
9:40-10:15: Einführung: Die formale und emotionale Struktur der Rituale
Prof. Dr. Axel Michaels, Professor für Klassische Indologie und Sprecher des Sonderforschungsbereich “Ritualdynamik”, Universität Heidelberg
10:15-11:00: Gedächtnisspuren: eimaliges oder wiederholtes Erleben
Prof. Dr. Hannah Monyer, Professorin für klinische Neurobiologie, Universität Heidelberg
11:30-12:15: Ritual und Emotion als bio-kultureller Prozess
Prof. Dr. Birgit Röttger-Rössler, Professorin für Ethnologie, Freie Universität Berlin
12:15-13:00: Das Management zwischen Routine und Kreativität
Dr. Jürgen Häussler, Interbrand Zintzmeyer & Lux AG, Zürich
14:30-15:15: Zur Evolutionsbiologie von Ritualen
Prof. Dr. Volker Sommer, Professor für Evolutionary Anthropology, University College London
15:15-16:00: Ritual: its causes and consequences (Vortrag in Englisch)
Prof. Dr. Harvey Whitehouse, Professor für Sozialanthropologie, Oxford University
16:30-18:00 Podiumsdiskussion
Teilnehmer: Dr. Christan von  Scheve (Berlin), Dr. Henrik Jungaberle (Heidelberg), Prof. Dr. William S. Sax (Heidelberg) und andere; Moderation: Prof. Dr. Christoph Wulf, SFB 447 “Kulturen des Perfomativen”, FU Berlin
20:00-21:00 Abendvortrag: Ritual und Freiheit
Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor der Abteilung für Neurophysiologie am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in
Frankfurt am Main

Anmeldung, weitere Infos, Anfahrt, Ort (Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung).

Presseinformation des Herder-Verlags:

“Das Thema Islam steht im Fokus der Öffentlichkeit, dabei kommen Imame nicht vor. Über sie ist kaum etwas bekannt, obwohl sie eine wichtige Funktion in der muslimischen Community haben. Rauf Ceylan schließt jetzt diese Lücke. Für sein Buch Die Prediger des Islam hat er zahlreiche Interviews mit Imamen geführt. Er gibt Einblick in ihr Alltagsleben, ihre Aufgabenbereiche, Bildungs- und Ausbildungshintergrund sowie Aufenthalts- und Beschäftigungsverhältnisse.”

weiter lesen: Buchhinweis: Die Prediger des Islam. Imame - wer sie sind und was sie wirklich wollen

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