Ist das Interesse der Webnutzer an Religionswissenschaft in den letzten Jahren eher gestiegen, gefallen oder gleich geblieben? Wie oft wird Religionswissenschaft im Web gesucht?

Als Webanbieter hilft zwar ein Blick in die eigenen Logfiles, dieser bietet jedoch nur eine eingeschränkte Zahlenbasis. Bessere Zahlen liefert eine Abfrage der Wikipedia sowie verschiedener Google Dienste wie Insights for Search und Keyword Tools. Selbstverständlich ist Google zwar der Platzhirsch unter den Suchmaschinen, aber nicht der Weisheit letzter Schluss und so sind die folgenden Zahlen allenfalls eine Annäherung.
weiter lesen: Religionswissenschaft in der Suchanfragenanalyse

Via wisspub.net – Gemeinschaftsblog zu wissenschaftlicher Kommunikation im Netz

Die Wikipedia ist beliebt, landet bei Suchanfragen regelmäßig auf Platz 1 einer Google Trefferliste, bekommt regelmäßig gute Kritiken (ok, je nach Stichwort manchmal auch nicht) und wird von vielen Wissenschaftlern kritisch beäugt. Welche Vorbehalte haben Wissenschaftler gegenüber der Wikipedia und welche Gründe gibt es, sich nicht zu beteiligen. Dies möchte das Wikimedia Resarch Committee mit einer Umfrage herausfinden:

The aim of this survey is to understand why scientists, academics and other experts do (or do not) contribute to an open collaborative project such as Wikipedia, and whether individual motivation aligns with shared perceptions of Wikipedia within expert communities. We hope this may help us identify ways around barriers to expert participation.”

Zur Umfrage Expert Barriers to Wikipedia

Logo Religion am Mittwoch

Auch in diesem Jahr gibt es mit Religion am Mittwoch in der Religionskundlichen Sammlung in Marburg eine fortlaufende Vortragsreihe rund um Religionen und Religiosität. Die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Fachgebiet Religionswissenschaft, der Religionskundlichen Sammlung und dem Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst geht damit in das 5. Jahr.
weiter lesen: Religion am Mittwoch mit neuem Jahresprogramm

via Yggdrasil

Ausgehend vom lange vorherrschenden Selbstverständnis einer säkularisierten Moderne beschäftigen sich die Autoren mit Prozessen der Neuformierung von Religionen in Reaktion auf einzelne und in Abgrenzung von einzelnen Topoi der Säkularisierungsthese. Aus den Perspektiven von Religionspolitik und neuer Öffentlichkeit sowie aus der Gegenüberstellung von Säkularität, Wissenschaft und Religion geben die Beiträge Einblicke in Prozesse der Neuformierung von Religion und der Neuaushandlung der Rolle von Religionen sowohl in der jüngeren Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf westlichen Demokratien und der Schweiz.

Herausgeber

Dr. Martin Baumann, Jahrgang 1960, ist Professor für Religionswissenschaft an der Universität Luzern.
Dr. Frank Neubert, Jahrgang 1976, ist Assistenzprofessor für Systematische Religionswissenschaft an der Universität Bern.

Religionspolitik – Öffentlichkeit – Wissenschaft. Studien zur Neuformierung von Religion in der Gegenwart

“Religion Underground – Netzwerke im Untergrund” ist das Thema des diesjänrigen Symposiums der Studierenden der Religionswissenschaft. Vier Tage wird in Bayreuth diskutiert und referiert über

“sichtbare und unsichtbare Religionen, säkulare Religiosität, untergründige Informationsnetzwerke und die unscheinbare Religionswissenschaft selber (…) Allgemein wird damit also die Frage der Informalität von Religion und Religionswissenschaft in den Raum geworfen.

Wie sind jene Religionen organisiert, deren Strukturen gar nicht oder nur in informellen Netzwerken sichtbar sind – also untergründig agieren? Kann die Religionswissenschaft diese Gruppierungen überhaupt für den wissenschaftlichen Diskurs greifbar machen? Wieweit gehen diesbezüglich die Kompetenzen des Faches? Und in welchem Maße werden diese Kompetenzen überhaupt in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Diese Überlegungen werfen wiederum die Frage auf, wie sich die Religionswissenschaft selber organisieren kann um ihrer marginalen Rolle in der öffentlichen Religionsdebatte zu entkommen und weiterhin ihre Bedeutung als eigenständige Disziplin zu stärken. Reichen vorhandene Netzwerke wie Yggdrasil für die fachinterne Debatte aus? Ist es sinnvoll verstärkt den transdisziplinären Diskurs zu suchen? Kann die Religionswissenschaft über den universitären Raum hinaus ihren Einfluss stärken? Oder ist sie zu sehr im Untergrund um sich ihren Platz im öffentlichen und wissenschaftlichen Leben zu erkämpfen?”

Es warten also interessante Themen, spannende Fragen und viel Raum für Vernetzung.

Bereits jetzt und bis zum 20. April 2011 können Vorträge und Workshopthemen eingereicht werden. Weitere Informationen rund um das 18. Studierendensymposium gibts auf der Website des Symposiums “Religion Underground – Netzwerke im Untergrund”.

Das DFG Science TV ist das Webfernsehen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und hat in den vergangenen zwei Jahren über 400 Kurzfilme veröffentlicht. Auch in diesem Jahr ist es wieder möglich, mit einem Forschungsprojekt teilzunehmen. Ein religionswissenschaftliches Projekt scheint dort noch nicht vertreten zu sein – aber was nicht ist, kann ja noch werden. Informationen zur Bewerbung gibt’s direkt beim DFG Science TV.

Religionswissenschaft im Aufwind. Eine Profilbestimmung angesichts steigender gesellschaftlicher Relevanz ist das Thema der Jahrestagung 2011 der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW), die vom 14. bis 18. September 2011 in Heidelberg stattfindet.

Aus der Beschreibung:

Angesichts des deutlich gestiegenen öffentlichen Interesses an der Religionswissenschaft und des vom Wissenschaftsrat so nachhaltig unterstützten Anspruchs auf eine angemessene Personal- und Finanzausstattung in den universitären Einrichtungen gibt die “Thermik” dieses Aufwärtstrends berechtigten Anlass zur Hoffnung, kurz- oder mittelfristig die Stellung der Religionswissenschaft im öffentlichen Diskurs und an den Universitäten im deutschsprachigen Raum nachhaltig verbessern zu können.

Zugleich impliziert die Metaphorik allerdings auch die Risiken wechselhafter Wetterkonstellationen: Ein “Aufwind” ist immer ein zeitlich befristetes Phänomen. Wenn man es versäumt, seine positiven Wirkungen zu nutzen, kann es unter Umständen erhebliche Mühen verursachen, sich in der Wartezeit bis zur nächsten thermischen Unterstützung ohne Höhenverluste in der Luft zu halten.

Vorträge und Panels können ab sofort und bis zum 15.05.2011 eingereicht werden. Auch die Registrierung als Teilnehmer ist bereits offen.

Website der Jahrestagung der DVRW 2011 – Religionswissenschaft im Aufwind.

Mit Google Trends habe ich mich schon einmal im September 2008 beschäftigt und zwar unter dem Titel “Religionswissenschaftliche Trendforschung mit Google?!“.

Bei Google Trends kann man seit und incl. 2004 die Häufigkeit von Suchanfragen abfragen und sich darüber informieren wie sich bestimmte Suchbegriffe über die Zeit entwickelt haben. Auch Vergleichsabfragen sind möglich, beispielsweise die Begriffe “Religion” und “Religionen” – bei dem der Begriff “Religion” (leider) wenig überraschend als eindeutiger Suchanfragensieger hervorgeht.

Ein weiteres Google Trends Feature ist die Anzeige der Häufigkeit der Suchanfragen nach Ländern, Regionen und Städten. Und hier nun – zumindest für mich – DIE Überraschung: Nicht Berlin, München, Köln oder eine andere Großstadt liegt auf Platz 1 sondern das mittelhessische Gießen und das bereits seit 2008. Gießen ist zudem sozusagen der Sieger über die Jahre hinweg, also seit 2004 – gefolgt von Paderborn und Bochum.

Hier geht’s zu Google Trends Stichwort “Religion” mit der Auswahl “Germany All subregions All years”.